Autopartner I. Rosenfeld
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Porsche 914 - 6er Clone

Im Kundenauftrag restaurieren wir einen Porsche 914, Baujahr 1970 mit einem 3.0L 911-930 SC Carrera CIS Fuel Injection Motor. Das Fahrzeug hat alle Features eines 914-6 inklusive Zündschloss links und entsprechende Lenkradnarbe sowie Blink- und Schebenwischerschalter.

Hauben hinten und vorne sind im Race-Design verschliessbar. Das Fahrzeug hat vorne und hinten 5-Loch Felgenaufnahmen und steht auf Fuchsfelgen.

Bei diesem Fahrzeug waren die Schweissarbeiten weniger die Herausforderung. Dafür musste der Motor komplett überholt werden. Im Motorraum selbst und unter dem Sicherungskasten empfing uns dazu ein regelrechter Kabelsalat.

Nach dem Ausbau des Motors mit Getriebe wurden beide Einheiten erstmal vorsichtig gereinigt. Obwohl der Motor im eingebauten Zustand noch lief waren wie so oft bei den 911er Motoren einige Stehbolzen gebrochen. Geduldig wurden die fehlerhaften und noch erhaltenen Stehbolzen normal ausgedreht, ein Nacharbeiten der Aufnahmen war nicht erforderlich. Ersetzt wurden die Bolzen durch Raceware Head Studs, die wir über Vertex aus den USA bestellen mussten (andere Quelle Turboloch in Deutschland, wenn verfügbar) mit den dazugehörigen Muttern und Unterlegscheiben. Kein günstiges Unterfangen, aber für die weitere Lebensdauer des Motor u. E. notwendig. Kolben und Zylinder waren noch in einem akzeptablen Zustand. Ventile, Kolben wurden gereinigt, Kolbenringe komplett erneuert, Ventile neu eingeschliffen.

Die mechanischen Kettenspanner haben wir in Abstimmung mit dem Kunden beibehalten, ein neuer Dichtsatz von Mittelmotor wurde beim Zusammenbau verwendet. 

Die Gummisicken an der Ansaugbrücke sind beim Zusammenbau ebenfalls neu gemacht. Die Kupplung als Verschleissteil wurde auch gleich mit erneuert.

Diese Woche ist "Hochzeit" sagt Uwe, unserer Betriebsleiter, Motor und Getriebe werden mit dem Chassis "verheiratet" nachdem nochmal umfangreiche Arbeiten am Motorkabelbaum vorgenommen worden sind.

 

Update 06.06.2018

 

Ist schon ein paar Tage, dass wir einen wesentlichen Fortschritt erzielt haben. Aber letztlich war es eine nicht unbekannte Situation, wo der Ölkuehler am Motor nicht 100% original 914-6 mit dem "Schwanenhals" ausgestattet war, sondern die normale 911er gerade Ausführung mit Schraubverschluss zur Verfügung stand.

Ein kleiner aber feiner Unterschied von mehreren hundert Euros. Der alte Ölkühler war verbeult und taugte nicht mehr zum Einbau.

Daher hat es uns auch etwas gebraucht, neben der Betreuung unserer anderen Patienten  jemanden zu finden, der uns das ALU Rohr umschweisst.

Uwe Keitemeier hat nach genauem Mass nochmals den alten Hals um 25mm nach hinten verlegen lassen, damit der Ölschlauch von Berührungen mit der Hinterachsschwinge frei bleibt. Zum Dienstschluss war das Rohr umgeschweisst, morgen wird vor dem Einbau mit Druckluft zum Test abgedrückt.

In der Diskussion über die Menge Öl, die nach dem Zusammenbau einzufüllen ist werden Mengen von 10-11 Litern gehandelt...

Update 20.07.2018   Die unendliche Geschichte...der Ölkühler

 

Die Idee von dem Kauf eines original 914-6 Oelkühlers aufgrund des hohen Preisunterschieds zu einem 911ers abzusehen und besser einen 911er umzuschweissen, hat sich nicht als die beste Lösung herausgestellt. 

Obwohl unser OP Chef Uwe schon Alu geschweisst hat fehlte es zunaechst am Argon Gas und dann an dem notwendigen WIG Gerät, um die Arbeiten sauber auszuführen.

Durch Zufall haben wir Kontakt dann in der letzten Woche zu einem Unternehmen in Mülheim aufgenommen, wo nicht nur die Alu-Schweissarbeiten fachgerecht ausgeführt worden sind, sondern auch noch eine Ultraschall-Reinigung und eine Druckprobe prositive vorgenommen wurden. Und so sieht er dann aus...

 

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© CarKlinikMH Christian Weihs

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